http://dejongsblog.de/blo…jekte-in-israel

Es gab noch einen weiteren Punkt, der mir in dem Vortrag bewusst geworden ist.

Er zeigte viele Fotos von Kultobjekten, z. B. einen Räucheraltar. Ein Räucheraltar ist die größere Form von einem Weihrauchfass, das in der katholischen Kirche bei der Messe geschwungen wird. Oder im asiatischen Raum, wo es Räucherstäbchen sind, die auf einen Tisch stehen. Leider habe ich im Netz keine Bilder davon gefunden.

Diese Objekte waren verziert mit religiösen Motiven und Götterdarstellung. Erstaunlich fand ich, dass dabei die Götter vermischt wurden und die Gegenstände nicht nur für einen Gott geweiht waren. So war die Aschera und der Gott der Israeliten auf dem gleichen Gefäß abgebildet. Auf dem Gefäß zeigte es sich, dass die Menschen damals keine Probleme damit hatten, den Gott der Bibel neben andere Götter zu stellen und beide gemeinsam zu ehren.

Für mich ergibt sich daraus eine Frage. Wie gehen wir als Christen heute mit dem gleichen Gott um? Sind wir wirklich besser, als die, auf die wir öfter mit den Fingern zeigen? Du und ich, wir verehren vielleicht keine Aschera mehr, das heißt aber nicht, das wir keine anderen Götter in unserem Leben haben.

Du fragst, was ein Gott sein kann? Alles das, was dir (in dem Moment) wichtiger ist, als eine Beziehung zu Gott zu pflegen und aufzubauen. Das können andere Menschen sein, für die du bereit bist alles zu opfern oder auch Dinge, z. B. Besitz, Geld. Auch Wissen und das eigene Ego können zum Gott werden. Dann huldigst du ihnen, mit deinem Verhalten und Denken. Wenn so etwas der Fall ist, dann sind wir nicht besser als die Menschen vor 4000 Jahren.

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