Ein langer Tag nähert sich dem Ende zu. Ich sitze am Flughafen in Düsseldorf und beobachte wieder einmal die Menschen um mich herum. Bei einem Rundblick sehe ich eine Menge Geschäftsleute. Von dieser Gruppe sind die Meisten noch mit dem Tagewerk beschäftigt. Sie sitzen vor ihren Notebooks oder telefonieren. Ein paar Vereinzelte lesen die Zeitung. Ich sehe aber keinen, der einfach so zum Fenster rausschaut. Alle scheinen mit irgendwas beschäftigt zu sein.

Irgenwann habe ich mich dabei ertappt, dass ich es nicht korrekt fand, dass ich einen Moment nicht mit irgendwas beschäftigt bin. Wahrscheinlich geht es diesen Menschen auch so. Sie empfinden es als nicht korrekt, nichts zu tun. Als ich damals so daran hindachte, merkte ich, dass dies eine Denkfalle ist. Ich brauche für mich und meine Kreativität Denkpausen. Also Zeiten, in denen ich an nichts denke und erst recht keine neuen Informationen aufnehme.  Ich merke, dass mir diese Zeiten verloren gehen, wenn ich sie nicht einplane. Mit der Zeit hat das Auswirkungen auf meine Arbeitsleistung und die Lebensqualität. Ich merke bei Alex, dass es ihm auch so geht. Auch er braucht diese “Denkpausen”. Ich vermute, dass wir sie alle brauchen. Doch wir ignorieren diese Denkpausen zu oft. Ich werde mir wohl mal eine “Denkpause” im Kalender einplanen. Dann muss ich diesen Termin nur noch verteidigen. Probiere es doch auch mal. Ich brauche dazu zwei Tage. Am ersten Tag wird mein Kopf leer und am zweiten fängt er an zu arbeiten. Mit anderen Worten ein fernsehfreies Wochenende würde dazu langen. Viel Spaß!

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