In beiden Ländern leb(t)en Menschen ihr Leben und wollten eigentlich nur ein glückliches Leben führen.  Zu meinem Erstaunen stellte ich bereits bei meinem ersten Besuch in den 90ern fest, dass die Amerikaner Schlange stehen lieben.  Ich weiß nicht,  ob es ein Volk gibt,  das dies mit genau der gleichen Begeisterung tut und sich daran erfreut wie sie.  In der DDR war das ähnlich,  auch da standen die Menschen mit Geduld in einer Schlange und warteten.  Manchmal war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar,  was es am Ende zu kaufen gab.  Jetzt in der Winterzeit waren es oft Bananen und Apfelsinen.  Jeder bekam zwei Kilogramm,  mehr war nicht drin.  Okay,  das war ein Unterschied:  In den Staaten konnten die Menschen,  so Geld vorhanden,  genug davon kaufen.  Je nach Region,  in der ein DDR-Bürger lebte,  gab es entweder Erbsen in Dosen oder Kloschüsseln.  Wobei,  Sauerkraut aus dem Spreewald gab es auch in Sachsen.  Dadurch,  dass es aber nicht alles überall gab, entstand ein guter Zusammenhalt.  Mit anderen Worten,  wer viele Menschen kannte und selbst etwas zum Tauschen hatte,  war gut dran.  In der DDR hatte Handwerk wirklich goldenen Boden.  Kreative Handwerker hatten alles,  was in der DDR möglich war.  Davon konnten meine Mama und ich nur träumen.  Als Krankenschwester konnte sie noch so nett und kreativ sein,  es gab halt nichts zu tauschen.  Eine Tafel Schokolade oder die Butter kosteten 2.40 Mark, obwohl ihr Einkommen bei 554 Mark im Monat lag.  Dafür ist es heute noch erstaunlich,  was sie alles aus diesem Geld gemacht hat.  Ich bin der Überzeugung, dass durch Gottes Hilfe das wenige Geld gestreckt wurde.  Er hat sicher oft nachgeholfen. Auch wenn es nicht alles gab,  war es für mich eine schöne Kindheit.  Für diese bin ich meiner Mutter sehr dankbar.

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