Heute abend sind Alex und ich gegen 19 Uhr aus München in Richtung Landshut unterwegs gewesen. Da sahen wir,  dass die  Gegenspur gesperrt  war.  Der Verkehrsunfall, der sich ereignet hatte,  war so schwer,  dass der Hubschrauber da stand und weitere Notarztwägen angefahren kamen.  Aus dem Radio war nichts weiter zu erfahren.  Mich hat das Ganze nicht losgelassen.  Alex und ich dankten unserem Gott,  dass er uns bis jetzt immer vor einem Unfall in dieser Art bewahrt hat.  Im Allgemeinen ist uns nicht bewusst, wie schnell doch alles anders sein kann.

Zu Hause angekommen,   habe ich im Internet recherchiert,  um weitere Informationen zum Unfall zu erhalten.  Ich habe auf Anhieb nichts gefunden.  Was ich aber gefunden habe,  waren eine Menge weiterer Unfälle mit Schwerverletzten und Toten,  die sich auf der A9 ereigneten.  Da  bin ich gleich doppelt erschrocken.  Mir war die Anzahl so schwerer Unfälle nicht bewusst.  Ich habe an die Betroffenen und ihre Familien gedacht, an das Leid und die Schmerzen.  Wie schnell doch unser Leben eine Wendung nehmen kann,  die wir nicht wollen und die  doch plötzlich da ist und was geschieht dann?  Hast du dir jemals darüber Gedanken gemacht?  Auch wenn ich mich schüttele,  bleibt das Thema an sich bestehen.  Solche Gedanken können wir verdrängen,  doch wäre es nicht besser, wir würden sie zulassen? Ich bin mir sicher,  dass manche Entscheidung in unserem Leben anders laufen würde,  wenn uns bewusster wäre,  dass wir Menschen sterben werden. Es ist nur eine Frage der Zeit.  Ein Schulkamerad von mir ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen,  da war er 19 Jahre alt.  Woher will ich Mensch denn wissen,  dass ausgerechnet ich alt und lebenssatt sterben werde?

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