Michael Jackson ist tot und viele sind froh über eine wunderbare Möglichkeit zum Geld verdienen. Im Fernsehen wird diskutiert, ob die Trauerfeier in seinem Sinne gewesen ist oder nicht. Ob es als Konzert veranstaltet werden sollte oder ob er es nicht lieber ganz still im Kreis der Familie gewollt hätte. Dabei ist es wahrscheinlich unerheblich, denn es ist nur eine hypothetische Frage auf die keine Antwort gewünscht wird. Alle freuen sich, dass sie noch einmal richtig viel Geld mit ihm verdienen bzw. ihre Sensationslust befriedigen können. Dabei wird es wohl die Wenigsten interessieren, was an den vielen Geschichten wahr ist, was halb wahr und was erfunden. In der Süddeutschen Zeitung von gestern war ein Artikel über einen Mann, der sein Leben lang auf der Suche war. Diese Beschreibung trifft es wohl. Ein Gejagter, der nie an seinem Ziel angekommen ist. Jetzt hat er Ruhe gefunden. Ruhe vor Menschen, die ihn ausnehmen oder benutzen wollten. Es ist gut, dass der Tod ein Schlaf ist (so sagt es die Bibel) und er nicht von “oben” sehen kann, was aus ihm gemacht wird, denn das wäre wohl eher eine Strafe für ihn. Schlaf gut, Michael, du hast genug gelitten in deinem goldenen Käfig.

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